10 Dinge, die Sie nicht tun sollten.

1. Die Ruhe verlieren oder aufgeregt laut werden.
Wie in fast allen asiatischen Ländern gilt dies nicht nur als Zeichen schlechter Erziehung, sondern auch als Herabsetzung Ihres Gegenübers.
Bestenfalls nimmt man Sie ab da nicht mehr Ernst.

2. Einheimischen über den Kopf streichen.
Der Kopf ist für alle Einheimische – also auch bei Kindern - „geschütztes Gebiet“. Ihn zu berühren bedeutet Unglück. Also halten Sie sich zurück, auch wenn ein Kind noch so niedlich ist.
Außerdem: Sie werden schwer ein Land finden, in dem auf die Haarpracht und Frisur größerer Wert gelegt wird als in Kerala. Beobachten Sie dazu einmal, was so alles angestellt wird, um das Haar vor dem kleinsten Regentropfen zu schützen – gerade von Männern!

3. Auf eigene Faust Auto- oder Busfahren.
Erstens gilt in Kerala – wie in ganz Indien – Linksverkehr und zweitens ist das nicht immer erkennbar, da sich niemand daran hält. Jeder nimmt die Spur, die ihm gerade als die einfachste erscheint. Dafür sorgen schon die Straßenverhältnisse und die interessanten Verkehrsteilnehmer.
Das Busnetz ist selbst für Einheimische nur schwer zu durchschauen. Für Fremde ist es völlig intransparent, da alle Ziele und Stopps in Malayam geschrieben sind (Kringel, Striche und andere Symbole).
Eine Ausnahme bilden die Express- und Überlandbusse.

4. Ohne Adresse Ihres Resorts/Hotels in Malayam auf eigene Faust los ziehen.
Sie können sich in Kerala auf eigene Faust überall ohne Probleme frei und gefahrlos bewegen. Denken Sie aber daran, dass Sie auch wieder (mit dem Taxi, Tuktuk oder zu Fuß) zurück müssen. Jeder wird Ihnen dabei freundlichst und ausführlich helfen. Das hat aber 2 Haken: Nicht jeder kann unbedingt Englisch, das Sie auch verstehen und Sie erhalten auch eine Auskunft, wenn Sie nicht richtig oder falsch verstanden werden. Wenn Sie aber Ihre Home-Adresse in Malayam vorweisen können, findet sich sofort jemand, der dorthin findet oder den Weg weiß.

5. Den Schneider am Strand oder um die Ecke für Karl Lagerfeld halten.
Sie können sich überall in Kerala erstaunlich preiswerte Maßanzüge oder Kleider machen lassen. Dazu gibt es richtige Meister ihres Faches. Leider befinden die sich aller Regel nach nicht in der Nähe von Resorts und Hotels. Verzichten Sie auf deren Dienste, wenn Sie wirklich etwas Gutes haben wollen. Sie bereuen es hinterher sonst bestimmt. Gute Adressen bekommen Sie von uns oder glaubwürdigen Einheimischen außerhalb der Resorts.

6. Ohne Begleitung Kunst, Antiquitäten oder andere wertvollere Gegenstände kaufen.
Keralas Geschäftsleute sind ausgepuffte, passionierte Händler. Sie machen sich ein Hobby daraus, mit unbedarften Fremden ein tolles Geschäft zu machen. Haben Sie einen einheimischen Begleiter mit sich, dann sieht die Sache schon anders aus. Dann können Sie dieses gute Geschäft machen.

7. Ohne vorherige Preisvereinbarung mit dem Taxi oder Tuktuk fahren.
Wie gesagt: Die Einheimischen verstehen Ihr Geschäft. Das gilt nicht nur für Händler, sondern auch für das „Transportgewerbe“. Egal wohin und wie weit Sie fahren wollen. Sagen Sie dem Taxi-/Tuktuk-Fahrer Ihr Ziel und vereinbaren Sie dafür einen festen Preis. Handeln Sie dann, das wird von Ihnen erwartet! Der einmal vereinbarte Preis wird dann auch eingehalten!

8.  km Angaben nach europäischen Zeitmaßstäben bewerten.
Wenn Sie glauben, Sie könnten mit der gleichen Geschwindigkeit reisen wie in Europa, dann liegen Sie völlig daneben.
Rechnen Sie für Ihre Reisen in Kerala mit einer maximalen Fortbewegungsgeschwindigkeit von 30 std/km. Im Gebirge, abseits der Nationalstraßen oder in ländlichen Regionen geht es üblicherweise noch langsamer vorwärts. Das gehört zum Kerala-Way of Travelling. Nehmen Sie sich Zeit und genießen die Umgebung, die Vielfalt der Verkehrsteilnehmer und das ruhige Leben.

9. In Restaurants Gemütlichkeit erwarten.
Essen außer Haus ist in Kerala für viele ein Luxus. Wer ihn sich leisten kann, sieht ihn aber ganz pragmatisch unter dem Gesichtspunkt der Nahrungsaufnahme und nicht als Restaurant-Aufenthalt im europäischen Sinn. Es geht also rucki-zucki. Sowohl beim Servieren als auch beim Abräumen.
Ruhiger, zeitlich relaxter und gemütlicher geht es nur in den Hotelrestaurants der gehobenen Kategorie (und in den Resorts) zu.
Ein – erstaunlich preiswertes – Buffet-Dinner dort, sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen.

10. Rauchen in der Öffentlichkeit und Kopfschütteln als „Nein“ deuten.
Seit Oktober letzten Jahres ist Rauchen in der Öffentlichkeit unter Strafe gestellt. Das gilt für alle Hotels, öffentliche Einrichtungen, und öffentliche Plätze. Bei Fremden nimmt man es zwar (noch) nicht so genau. Eine gute Figur machen Sie dabei aber nicht.
Wenn ein Einheimischer auf Ihre Frage mehr oder weniger bedächtig mit dem Kopf schüttelt, dann meint er nicht etwa „Nein“, sondern – im Gegenteil - „Ja“!    Das ist für lange Zeit äußerst gewöhnungsbedürftig und irritierend.
Auch wir tappen selbst heute noch und unter großem Gelächter in diese Falle.